Flucht ins Ungewisse – Hamburger Persönlichkeiten im Exil

Ausstellung im Hamburger Rathaus

Sonderausstellung
Ausstellungszeitraum:12.11.–26.11.2019
Ausstellungsort:Rathaus, Hamburg
Auftraggeberinnen:Herbert und Elsbeth Weichmann-Stiftung und Körber-Stiftung
Ausstellungsgestaltung und Grafikdesign:Andreas Heller Architects & Designers: Andreas Heller, Jutta Strauß,
Alexandra Schäfer, Marina Eismann
Homepage:www.weichmann-stiftung.de, www.koerber-stiftung.de

Blick in die Ausstellung: Das Ausstellungssystem ist rund um die Säulen angeordnet.

Im November erinnerte eine zweisprachige Ausstellung auf der Rathausdiele an die Schicksale von 22 Hamburgern, die während der NS-Diktatur gezwungen wurden zu flüchten. Für sie war die Stadt teils Ausgangs-, teils Rückkehrort. Exemplarisch stehen die Porträtierten für rund 10.000 Frauen, Männer und Kinder, die zwischen 1933 und 1939 Hamburg verlassen mussten, um sich in Sicherheit zu bringen. Unter ihnen auch Elsbeth und Herbert Weichmann, deren Stiftung diese Ausstellung zusammen mit der Körber-Stiftung zu ihrem 30-jährigen Jubiläum in Auftrag gegeben hat.

Die Herausforderung für die Gestaltung der Ausstellung lag zum einen darin, dass die Rathausdiele von einem sehr unterschiedlichen Publikum besucht wird, zum anderen war ein Ausstellungssystem zu nutzen, das um die Säulen der Halle angeordnet wird. Leitidee war daher, die Besucher emotional zu erreichen und für das Thema und die Geschichte der Dargestellten zu sensibilisieren. Mit einem großen Porträt und einem persönlichen Zitat als Überschrift wurden die Porträtierten sinnbildlich selbst zum Sprechen gebracht. Neben weiteren Fotos, Dokumenten und Zitaten wird ihr Lebensweg mit Bezug auf Hamburg gezeigt.

Ausstellungstafeln: Jeder Biografie sind zwei Tafeln zugeordnet. Einen emotionalen Zugang bietet ein großes Porträt sowie ein persönliches Zitat. Die Farben stehen für unterschiedliche Schaffensbereiche der Persönlichkeiten wie Politik, Wissenschaft und Kultur.