Droste-Kulturzentrum | Zukunftsort Literatur

Wettbewerbsbeitrag erhält Anerkennung

Der Zweiklang von Literatur und Genuss geht für uns die sinnhafte Symbiose ein, die den Ort Literatur- und Kulturzentrum Burg Hülshoff ausmacht.

Der Entwurf versucht in seinen Gestaltungselementen diesem Zweiklang zu entsprechen. Er geht behutsam mit der historischen Bausubstanz um, die Konzentration auf die drei großen Orte des Ensembles, die Hauptburg, die Vorburg und die „Neue Ökonomie“, bestimmt die Herangehensweise der Verfasser. Das Mäandern der Besucherinnen und Besucher zwischen den Plätzen vor dem Laufstall und der Vorburg und dem Platz an der Hauptburg steht im Mittelpunkt.

Während sich die öffentliche Nutzung auf Burg und Vorburg konzentriert (in einem Neubau mit dem Literaturcafé, und in den historischen Räumen der Vorburg für Restaurant, Veranstaltungssäle und pädagogische Angebote), ist das Areal um die Neue Ökonomie auf das konzentrierte Arbeiten fokussiert (Forschungszentrum, Bibliothek und Verwaltung im Laufstall; Unterbringung der Werkstatt in der Remise). Dahinter im Melkstall sind die Wohnungen für Gäste und Stipendiaten untergebracht.

Der Vorplatz der Neuen Ökonomie ist ein Open-Air-Veranstaltungsbereich, das Silo der Neuen Ökonomie wird gewissermaßen als „Büchersilo“ für Besucher geöffnet und erhält eine Raum- und Medieninstallation. Dieser Schauraum wird als „Teaser“ zur literarischen Ausprägung des gesamten Geländes genutzt und ist geprägt durch Annette von Droste-Hülshoffs Gedicht „Der Turm“.

„Einblicke“ in die Gebäude werden auch an der Giebelseite der Neuen Ökonomie und an der Längsseite des Melkstalls angeboten. Diese Option ermöglicht dem Droste-Kulturzentrum kleine inhaltliche „Teaser“ in die Denkmalgeschichte und die literarische Bedeutung des Ortes zu präsentieren.

In einer zweiten Phase wird das Areal unter Einbeziehung der Villa Schonebeck und des Rüschhauses zu einem Lyrikweg mit naturschutzfachlichen Interventionen weiterentwickelt. So wie Annette von Droste-Hülshoff auf ihren Wanderungen Steine gesammelt und untersucht hat, könnten Besucher und Besucherinnen die Natur der Schlossumgebung sammeln und erkunden.