Anerkennung für Wettbewerbsbeitrag Bibliotheksanbau Kloster Loccum

Im beschränkten Realisierungswettbewerb für den Bibliotheksanbau des Kloster Loccums hat unser Wettbewerbsbeitrag eine Anerkennung erhalten. Die Jury überzeugte die gute Einbindung des Entwurfs in die Umgebung sowie seine schlüssige Gestaltung. Weiterhin wurde die Wirtschaftlichkeit des Gebäudes hervorgehoben: Der „Prendelbau“ – ein in den 1990er Jahren errichteter Bibliotheksanbau, benannt nach seinem Architekten Jan Wilhelm Prendel – wird erhalten und nur gering modifiziert. 

Unser Entwurf für den Bibliotheksanbau versteht sich als Ergänzungsbau, der die Bestandsstruktur respektiert und den Prendelbau als gleichwertigen Teil der Baugeschichte des Klosters betrachtet, auch wenn dieser nicht unter Denkmalschutz steht. Der Anbau nimmt die Gebäudefluchten und Höhen des Prendelbaus auf, er folgt dem Idealbild eines Zisterzienserklosters und komplettiert das Gebäudeensemble. Die Eingriffe in die Baustruktur des Bestands werden auf ein Minimum beschränkt. Als Bindeglied zwischen Prendelbau und Anbau fungiert eine ein Meter breite, gläserne Fuge. Sie ermöglicht es, die Fassade des Prendelbaus in ganzer Höhe zu betrachten. Die Fassade wird durch regelmäßig angeordnete Öffnungen gegliedert. Sie führen zugleich das Thema der Fuge zwischen Prendelbau und Anbau fort. Der dunkle Sandstein respektiert den Bestand durch Wahl des gleichen Grundmaterials, stellt durch Farbgebung und Art der Vermauerung aber auch die Eigenständigkeit des Bibliotheksgebäudes innerhalb des Klosterensembles heraus. Ein Sonderformstein im Traufbereich verneigt sich gestalterisch vor dem angrenzenden Bestandsbaukörper.